Inselumzug

Montag, 01.12.2014

Nun geht es endlich auf die Suedinsel. Heisst 3 1/2 Stunden mit dem Schiff durch das Meer shippern und anschliessender 2 1/2 stuendiger Busfahrt von Picton nach Nelson. Dort habe ich ein sehr schoenes Hostel gefunden und ein deutsches Maedchen kennen gelernt, mit der ich gleich am naechsten Tag zum Abel Tasman National Park gefahren bin um eine Wanderung zu machen. Dort hat uns sowohl ein goldener Strand als auch Naturdschungel erwartet.

 

In Nelson selber haben wir uns die Kathedrale und den Miyazu Japanese Garden angeschaut. Ausserdem sind wir durch Zufall auf den Founders Heritage Park gestossen, in dem eine Stadt mit verschiedenen historischen Themen nachgebaut worden ist.

Im Moment bin ich bei einer Wwoofing (= Willing Workers on Organic Farms) Stelle, bei der ich 4 Stunden am Tag beim Hausstreichen helfe und dafuer Unterkunft und Essen bekomme. Eine sehr schoene Moeglichkeit um Geld zu sparen, da man so in ein typisch neuseelaendisches Leben eingebunden wird und somit auch endlich die Kiwis (Menschen) kennen lernt und nicht immer die Deutschen in den Hostels. Ich bin bei einer netten Familie mit zwei Kindern, mit denen ich auch gerne Zeit verbringe und am Rest des Tages und am Wochenende etwas unternehme. Da haetten wir zum Beispiel das Rallye Race fahren mit dem Papa, Barbecue auf Rabbit Island , meine ersten Fish&Chips sowie Muscheln, die Santaparade bei ueber 20 Grad und Zugfahren im Tahunanui Reserve.

Hauptstadt

Montag, 01.12.2014

So da waeren wir nun in der Hauptstadt Wellington und wie schon vorraus genommen, gefaellt mir diese sehr gut. Angekommen sind wir an Halloween und am Abend ging es natuerlich zum Feiern und es war einfach total verrueckt, da wirklich jeder verkleidet war (bis auf uns) und man alle moeglichen Gestalten antreffen konnte, sogar Pippi Langstrumpf. Die Clubs in Neuseeland sind eher Pubs mit Tanzflaechen, weshalb man keinen Eintritt zahlen muss und deswegen die Location alle paar Minuten wechseln kann und somit auch viel auf der Strasse los war.

Am Tag darauf ging es in das Museum of New Zealand "Te Papa", welches wirklich toll gemacht und sogar kostenlos ist und natuerlich zum Hafen an die Waterfront. Um einen Rundumblick ueber die Stadt haben zu koennen, sind wir den Mount Victoria hochgelaufen.

Ausserdem sind wir mit der historischen "Cable Car" zum Botanischen Garten gefahren, wir haben den Zoo besucht, das Museum of Wellington City and Sea angeschaut, einen bayrischen Bratwurststand gefunden und eine kostenlose Parlamentsfuehrung mitgemacht. Zur Kroenung gab es dann noch ein 12-minuetiges Feuerwerk auf dem Wasser, dass auch das letzte in diesem Jahr sein wird, da es hier an Silvester nicht ueblich ist.

  

Also wie ihr seht kann man in Wellington wirklich einiges machen und sehen und es ist so schade dass ich euch nicht immer alles erzaehlen und alle Fotos hochladen kann, weil das einfach zu viel waere. Auf jeden Fall haben wir dort eine ganze Woche verbracht, was echt lange fuer einen Backpacker ist.

Eines Tages sind wir dann aber auch noch raus an den Strand nach Island Bay gefahren und da hat uns ploetzlich eine Frau angesprochen und um es kurz zu machen, wir haben bei ihr und ihrem Mann dann nochmal eine Woche ganz umsonst gewohnt und gegessen und die Gegend ist einfach wunder wunderschoen. Wir hatten sogar Fahrraeder und Kajaks zur Verfuegung! Ich werde die beiden nie vergessen, da ich noch nie solche warmherzigen Leute getroffen habe.. Vielen vielen Dank fuer diese einzigartige Gastfreundschaft.

Was auch nicht fehlen darf sind die tollen Ausfluege zum Cape Palliser, an dem man die groesste Robbenkolonie der Nordinsel und schwarzen Sand finden kann und einen Leuchtturm mit 250 steilen Stufen und zum Castle Point, der mich einfach umgehauen hat mit seinem weiten weissen Strand und dem tuerkisnen Meer. Ebenfalls mit Leuchtturm.

  

Farmstay

Sonntag, 02.11.2014

Endlich habe ich meine 5 Wochen Farmarbeit in der Nähe von Palmerston North beendet und kann euch erzählen, was ich da so alles machen musste. Das war davor leider nicht möglich, da die Farm größer als Berlin und dementsprechend „etwas weiter“ von der nächsten Zivilisation ist und ich weder Empfang noch richtiges Internet hatte.

Mein Tag fing damit an um 8 Uhr morgens 350 hungrige Kälber zu füttern.. Dafür mussten wir Milchpulver mit Wasser anrühren, weil in der Muttermilch Käfer sind, die über das Gras in die Mägen kommen. Anstrengend war dann die Kälber so zu verteilen und zu verschieben, dass jeder gleich viel bekommt, da die sich wirklich störrisch und schwer gestellt haben. Über den Mittag verteilt gab es dann Aufgaben wie Holz spalten, Zäune ausbessern, putzen, aufräumen und die Hügel hoch und runter laufen mit einer Art Rucksack auf, der mit Unkrautvernichter gefüllt war um die hier weit verbreiteten Gorse Pflanzen zu besprühen. Um dort überall hinzukommen, haben wir Quads mit denen wir durch das Gelände gefahren sind, was manchmal echt hart war, aber Spaß macht. Die letzten Wochen haben wir dann den ganzen Tag damit verbracht die Lämmer zu docken, heißt die Herden von der Weide zusammentreiben und ins Woolshed bringen. Die Lämmer werden von den großen Schafen getrennt und in ein Gerät eingespannt, um ihnen zuerst Medizin in den Mund zu spritzen (drenching), die Ohren zu marken (weiblich: beide Seiten, männlich: eine Seite) und dann letztendlich den Schwanz abzuschneiden, was 1. eine blutige Angelegenheit ist und 2. sehr unangenehm riecht. Da haben wir so durchschnittlich 800 am Tag geschafft bis um 17/18 Uhr. Und da ging es dann auch damit los, dass einer nach dem anderen von uns krank geworden ist und da es nicht besser geworden ist, sind wir Sonntags in die Stadt zum Arzt gefahren und ich musste eine Woche lang jeden Tag 12 Tabletten schlucken, was nicht so lustig war, da ich auch so lange im Haus geblieben bin, in dem wir übrigens 5 deutsche Backpacker waren und ein Engländer, mit dem wir viel Sprachaustausch betrieben haben, ich mir aber nicht sicher bin ob er letztendlich besser Deutsch sprechen kann als ich Englisch :D Außerdem hatten wir aufgrund des starken Windes einmal Wasser- und Stromausfall, ich habe mein erstes Erdbeben erlebt und eine Übernachtung eines krankes Kalbes in unserem Wohnzimmer vor dem Kamin.

Jetzt befinde ich mich in der Hauptstadt Wellington, die ich bis jetzt sehr schön finde, aber dazu gibt es dann bald einen neuen Beitrag.

Eine erlebnisreiche Woche

Mittwoch, 08.10.2014

Die letzten Tage in Auckland haben wir unter anderem noch auf der Waiheke Island verbracht. Auf der Schiffsfahrt dorthin haben wir sogar aus der Ferne schon Delfine springen sehen. Weiter ging es dann mit dem Bus bis zu Palm Beach und es war wie in einer anderen Welt. Raus aus der Stadt und dann hatte man endlich das Bild vor Augen wie man es sich immer vorgestellt hat. Strahlend blaues Wasser, weicher heller Sandstrand mit Muscheln und Palmen.

Und dann ging mein 1-wöchiger Trip mit 4 anderen Deutschen los, von denen einer ein Auto hatte (übrigens liegt hier die Höchstgeschwindigkeit bei 100km/h).

1. Stop Hobbiton (Matamata): Wie die meisten vielleicht wissen wurden die Filme „Herr der Ringe“ und „Hobbit“ in Neuseeland gedreht und dort haben wir dann eins der Filmsets besichtigt. Das sah echt lustig aus, einfach in eine öde grüne Hügellandschaft mit Schafen gepackt und überall die kleinen bunten Häuschen und Gärten. Am Ende gab es dann noch ein Bier in der Dragonbar.

2. Stop Rotorua: Beim Betreten dieser Stadt kommt einem erst einmal ein herrlicher Schwefelgeruch entgegen. Rundherum kocht und blubbert es und teilweise in den unterschiedlichsten Farben. Um das alles aber genauer sehen zu können, sind wir in das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland gefahren, in dem unter anderem auch der Geysir „Lady Knox“ zum Ausbruch gebracht wurde, der bis zu 20 Meter hoch steigen kann.

 

Am Abend sind wir noch in ein Maoridorf gegangen, in der uns die neuseeländischen Einheimischen ihre Spiele, Lieder, Tänze, Körperbemalungen und Kocharten (Hangi) gezeigt haben, die wir auch bald darauf kosten durften. Das alles war in einzelnen Stationen aufgeteilt und es gab viel zum selber mitmachen und ausprobieren.

Dann haben wir noch ein paar kleine Wanderungen zu den Okere Falls, Hamurana Springs und Redwoods gemacht.

3. Stop Waitomo Caves: Die Waitomo Caves sind eine riesige Höhenanlage in der man sich unter anderem abseilen und wasserraften kann. Ich habe die billigere Variante gewählt und bin erst ein bisschen durch die Stalaktiten und Stalakmitenwelt gelaufen und dann mit dem Boot in die Glühwürmchenhöhle gefahren. Das hat sich aber auch schon echt gelohnt, da der Anblick einfach nur bezaubernd war. Es war ganz dunkel, man schaut nach oben und überall an der Decke hingen die ganzen grünen Käferchen wie Sterne.

4. Stop Taupo: Unser Hostel lag mit Blick auf den Lake Taupo und was soll ich sagen. So einen schönen Anblick hatte ich selten beim frühstücken. Da erstreckt sich der größte See Neuseelands mit Wäldern und dahinter türmen sich die schneebedeckten Berggipfel. Da hatte mir aber noch keiner gesagt, dass wir genau diese auch noch besteigen werden. Also ab in den Tongariro National Park mit neu gekauften Mützen, Handschuhen und Thermoshirts. Da wir momentan noch halb im Winter sind, darf das Alpine Crossing nur mit Guide gemacht werden. Von dem bekamen wir dann auch Eispickel und festes Schuhwerk. Insgesamt waren wir 8 Stunden unterwegs, die sehr anstrengend, aber auch irgendwie abwechslungsreich waren. Da wir alle ziemlich warm eingepackt waren, haben wir am Fuß der Berge erst einmal alle gut geschwitzt und festgestellt, dass es auch mit T-Shirt geht. Weiter oben wurde es dann aber kalt und vor allem windig! Also schnell wieder alles angezogen und den Eispickel zum Einsatz gebracht. Mir fiel es sehr schwer darauf zu achten wo ich hinlaufe, weil der Anblick um mich herum einfach so atemberaubend und eindrucksvoll war (unter anderem sind wir dabei auch an dem Schicksalsberg von Herr der Ringe vorbei gekommen). Am Gipfel oben angekommen dann der ganze Ausblick bei strahlend blauen Himmel und Lunchpause auf warmen und rauchendem Vulkanboden. Der Abstieg wurde zum Teil sehr lustig, da es Stellen gab, an denen wir einfach auf unseren Jacken den Berg runter gerutscht sind. Dann ging es durch steppen und dschungelartige Gebiete. Also war fast alles an Natur vertreten was es gibt. Meine Knie und Füße taten mir danach noch 2 Tage lang weh, aber es hat sich wirklich gelohnt und das sage ich, diejenige die überhaupt nicht gerne wandert, aber so eine Tour sollte man unbedingt mal gemacht haben!

 

Erwähnenswert ist noch die kleine Wanderung zu den Huka Falls, da dieser Wasserfall sehr beeindruckend war mit seiner Kraft und blauem Wasser.

Mein nächster Stop ist nun eine Farm auf der ich gegen Unterkunft, Essen und ein bisschen Taschengeld arbeite. Meine Abendteuer gingen schließlich auch auf das Geld. Hier bleibe ich wahrscheinlich 5 Wochen und will dann auf die Südinsel, da bald der Sommer kommt.

 

Ankunft

Montag, 15.09.2014

Kia Ora (Hallo auf Maori)

Nun bin ich schon ein paar Tage in Auckland, die grade mal mit 1 Millionen Menschen die größte Stadt Neuseelands ist. Gefühlt leben hier aber hauptsächlich nur Chinesen, die die ganze Straße mit ihren Imbissbuden besetzen. Aber zum Anfang...

Der Flug war wirklick kein Spaß, vor allem für Menschen wie mich, denen das ganze anscheinend nicht so gut bekommt. In Frankfurt ging es los bis zu unserem ersten Stop in Dubai, wo einem gleich die Hitze entgegen schlug. Nach 4-stündigem Aufenthalt ging es auch schon weiter bis nach Melbourne/Australien zum Tanken. Bedeutet: das ganze Filmsortiment durchschauen und ausprobieren wie weit man seinen Sitz nach hinten lehnen konnte ohne den Rückmann zur Weißglut zu bringen. Dort habe ich auch schon die ersten Mitreisenden von meiner Organisation Praktikawelten kennen gelernt.

Endlich in Neuseeland angekommen (Start 09.09., Ankunft 11.09.) wurden wir vom Bus abgeholt und ins Hostel gebracht, was direkt in der Stadt liegt und indem wir erst einmal 5 Nächte verbringen. Am nächsten Tag hatten wir gleich unsere Orientation im Partnerbüro, in der wir unter anderem unsere Steuernummer beantragt und allgemeine Tipps erfahren haben. Morgen habe ich dann noch ein Termin bei der Bank zum Konto eröffnen. Ansonsten laufen wir hier immer ein bisschen rum, meistens Richtung Hafen und trotz täglichen Schauern stehen am Straßemrand Palmen. Nachts sieht die Stadt am schönsten aus mit ihren beleuchteten Wolkenkratzern und dem blauen Skytower, welchen wir auch noch hochfahren werden um die Aussicht zu genießen. Am Abend haben die All Blacks, die Rugbynationalmannschaft von Neuseeland gespielt, die hier sehr gefeiert und mit voller Stolz präsentiert wird. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben die Liveübertragung in einer Bar gesehen. Zum Glück hatten sie gewonnen und es wurde "We are the champions" mitgegrölt. 

Man entdeckt oft andere Deutsche und tauscht sich aus, da wir alle nicht so genauso wissen wie es weitergehen soll. Ich habe natürlich einen kleinen Pluspunkt, da meine Tante und Cousine hier wohnen, die ich auch schon besucht habe zum einheimschen Spätzle essen und Kino schauen. 

Ganz ganz liebe Grüße, ich denke sehr an euch und wiegesagt, schreiben, skypen, ich freue mich darüber und ich hab sogar schon eine neuseeländische Handynummer, wenn irgendetwas sein sollte.